Zum Artikel von Dirk Richerdt "Blauer Rheydter ist jetzt eine Marke" in der Rheinischen Post vom 9.Juni 2011

Der Lokaljournalismus der RP MG im Bereich Kultur hat sich bislang, so ist meine Wahrnehmung, kaum durch objektive Berichterstattung, gründliche Recherche und Ausgewogenheit bei der Themenwahl ausgezeichnet.
So heißt es in dem o.a. Artikel: …Damit ist die Auseinandersetzung über die Urheberschaft nun müßig. Für die weitere Arbeit des Blauen Rheydters …spielt keine Rolle mehr, ob das Ehepaar Xenia Marita Riebe und Bernd Riebe oder der Bildhauer und Musiker Bernhard Petz auf die Idee kam Es dürfte auch dem Lokalredakteur Kultur bekannt sein, dass es bei dem Streit um die Künstlergruppe niemals um die Urheberschaft des Namens ging, - der Namensvorschlag kam unstrittig von Bernhard Petz – sondern um unüberbrückbare Differenzen innerhalb der Gruppe, die sich dann darauf einigte, im Falle einer Spaltung diesen Namen nicht mehr zu verwenden. Auch wird durch die Wendung auf die Idee kam beim Leser suggeriert, dass sich mit der Namensfindung zugleich Gründung und Ausformung der Künstlergemeinschaft verbinde. Daher noch einmal zur Klarstellung. Nicht nur die Idee zur Gründung dieser Künstlergruppe kam von Xenia Marita Riebe, sie hat auch mit sehr viel Engagement diese Gruppe aufgebaut, hat Ideen und Konzepte entwickelt und hat nicht zuletzt gegen den Widerstand der RP Kulturredaktion die Gruppe bekannt gemacht.
Die Berichterstattung während der Auseinandersetzung kann ich auch nur als unglücklich bezeichnen, zumindest hat sie dazu beigetragen, die Fronten noch weiter zu verhärten.
Sehen wir uns einmal den Informationsgehalt solcher Artikel wie den o.a. an, vor allem hinsichtlich der Aussagen über die künstlerische Arbeit und fragen allgemein nach der kulturellen Relevanz, so bleiben beim kunstinteressierten Leser deutliche Fragezeichen.
Wenn schon Beliebiges wie Blauer Rheydter ist jetzt eine Marke, Belangloses wie Sinfoniker üben für Ensemblia oder auch Kommerzielles wie Welche Kunst ins Haus passt warum nicht endlich einmal einen Artikel über die aktuelle Ausstellung von bisher noch nie gezeigten großartigen Werken von Hardin Plischki. Es handelt sich hier um einen der bedeutendsten Maler unserer Zeit, seine Werke werden in ganz Europa hochgeschätzt. Die RP hatte bislang außer einer dürftigen Ankündung, nicht eine Zeile dafür übrig….

Bernd Riebe, 09.06.2011

„Der Blaugrüne Rheydter“

Eine letzte Klarstellung

Zur Unterscheidung möchte ich im Folgenden die ehemalige Künstelergruppe „Der Blaue Rheydter“ den „Ur-Blauen-Rheydter“ nennen, und die neue Gruppe mit „Der Blaugrüne-Rheydter“ bezeichnen.

Da ich immer wieder auf die Künstlergruppe „Der Blaue Rheydter“angesprochen werde, möchte ich heute nochmals abschließend Stellung nehmen.

Viele Kunstinteressierte haben wahrscheinlich meinen Artikel mit dem Titel „Neid und Missgunst unter Künstlern“ gelesen, der in der Herbstausgabe des Magazins für Kunst und Literatur DER OBSIDIAN, wie auch in der Online Version unter www.obsidian.bild-art.de erschienen ist.

Nun habe ich den Eindruck, dass mir nachgesagt wird, dass ich in diesem Artikel ein faires Miteinander unter Künstlern anrege, mich aber selbst im Hinblick auf die „Blauen Rheydter“ nicht daran halte. Die Wahrheit ist, dass ich den ehemaligen Mitgliedern, der von mir gegründeten Künstlervereinigung, alles Gute und allen erdemklichen Erfolg wünsche.
Doch mich stört, dass ich weiterhin mit dieser Gruppe in Verbindung gebracht werde, was weder aus meiner Sicht wünschenswert ist, noch von Nutzen für die neue Gruppe sein kann.
Des Weiteren bin ich nicht glücklich darüber, dass sich die neue Gruppe all meiner Ideen bedient und auf den Erfolgen des „Ur-Blauen Rheydters“ aufbaut, ohne klarzustellen, dass die neue Gruppe nur ein Teil der gespaltenen Gruppe ist.

Warum hat sich die neue Gruppe keinen neuen Namen gegeben?

Dies war vereinbart und von allen Mitgliedern der „Ur-Blauen-Rheydter“ einstimmig beschlossen worden. Selbst bei einer kleinen Variante, wie z.B. „Der Blaugrüne Rheydter“ wäre allen klar gewesen, dass hier eine Veränderung stattgefunden hat und dass aus der alten Künstlervereinigung eine neue Künstlergruppe hervorgegangen ist. Selbst dann hätte sich die neue Gruppe auf die Erfolge der alten Gruppe berufen können, denn sie waren ja auch dort Mitglieder. Der Unterschied ist einzig die Fairness, die beim jetzigen Handeln der „Blaugrünen Rheydter“ fehlt.

Eine Künstlergruppe, die sich nach der Spaltung der Künstlervereinigung „Der Blaue Rheydter“ neu gegründet hat, sollte doch versuchen, eine eigene Identität zu erlangen. Auch dies wäre mit einem neuen Namen leichter gewesen. Hätte sich die neu entstandene Gruppe, einen neuen Namen gegeben, würde ich nie wieder ein Wort darüber verlieren, denn alles wäre klar gewesen.
Was aber haben die Kollegen stattdessen gemacht?
Sie brachen ihr Wort und benutzten den alten Namen weiter. Dies brachte ihnen natürlich erhebliche Vorteile. Sie können jetzt den guten Ruf der „Ur-Blauen-Rheydter“ nutzen, dem so bekannte Künstler wie Arno Tillmanns, Hardin Plischki, Dörte Springorum-Kölfen, Thomas Koch, Bernd Riebe und ich angehört haben. Und sie tun dies ohne dabei zu erwähnen, dass sie selbst zu diesen Erfolgen nur widerstrebend beigetragen haben. Widerstrebend deshalb, weil sie sich in Neid und Missgunstgebahren gefielen und darüber die Außenwirkung der Künstlergruppe völlig ausser acht ließen. Hätten mein Mann und ich nicht ständig daran erinnert, dass eine Gruppe von Künstlern nur bestehen kann, wenn alle nach außen qualitativ gute Kunst zeigen und das Verkaufsinteresse hinten anstellen, so wäre schon bald klar geworden, dass es sich bei vielen Künstlern des „Ur-Blauen-Rheydters“ um Hobbyisten handelte, die ohne meine Idee, eine Künstlergruppe ohne akademische Hürden zu gründen, nie in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten wären. Doch anstatt uns dafür zu danken, dass wir sie bekannt gemacht haben, verübelten sie uns Maßnahmen, wie das Posten von Videos oder Fotos auf der Internetseite. Jeder wollte sich mit all seinem „Können“ öffentlich präsentieren. Als sich dann die ersten Erfolge einstellten, stiegen diese einigen Mitgliedern der Gruppe so zu Kopfe, dass sie glaubten, auch ohne unsere Führung bestehen zu können. Das war und ist auch ihr gutes Recht. Doch warum ruhen sie sich nun auf meinen Ideen aus, bauen auf den gemeinsamen Erfolgen auf und verschweigen, wer ihnen zu der Öffentlichkeit verholfen hat, die sie jetzt genießen.

Ich möchte mit den jetztigen Aktionen der „Blaugrünen-Rheydter“ nicht in Verbindung gebracht werden, denn deren Arbeiten entsprechen nicht meiner Auffassung von Kunst. Dies hat nichts mit Missgunst zu tun, sondern mit meiner Ehre, habe ich mich doch stehts bemüht, in meinem künstlerischen Schaffen wahrhaftig zu sein.

Xenia Marita Riebe

PS Bei der Eröffnung der zweiten. Rheydter Kunsttage im ehemaligen Geschäftslokal des Hemdenhauses Möller, ernannte Wolfgang Ruske die Mönchengladbacher Kunstsammlerin Hiltrud Neumann zum Ehrenmitglied der Gruppe. Während der Ansprache an Frau Neumann, die sich noch vor einem Jahr vehement gegen die Gründung der Ur-Blauen-Rheydter ausgesprochen hatte, setzte Wolfgang Ruske eine Lüge in die Welt. Er behauptete, dass die Idee zur Gründung der Künstlergruppe im offenen Wohnzimmer bei Frau Neumann entstanden sei. Die Wahrheit ist aber, dass die Idee von mir, Arno Tillmanns und Annette Bernicke in meinem Atelier am Ohlerhof geboren wurde und ich dort auch die Gruppe gründete. Mit Unterstützung meines Mannes Bernd habe ich der Gruppe in einem Jahr zu großem Erfolg und Bekanntheit verholfen. Auf diese Fundamente bauten die „Blaugrünen Rheydter“ nun unrechtmäßig auf. - 05.09.2010

 

Die Künstlergruppe "Der Blaue Rheydter" hat sich mit Wirkung zum 15.04.2010 gespalten. Dies heißt, dass die Gruppe, die am 03.05.2009 von den bildenden Künstlern Arno Tillmanns und Xenia Marita Riebe gegründet wurde, so nicht mehr existiert.